Wirkung und Wirkweise

Wie gut wirkt Iontophorese?

Die Iontophorese mit Leitungswasser ist eine konservative Therapie, die weltweit standardmäßig bei Hyperhidrosis mit großem Erfolg eingesetzt wird. Viele Hautärzte sowie Kliniken vertrauen auf die positive Wirkung der Gleichstromtherapie. Dabei kommen vorwiegend Praxis- und Heimtherapiegeräte “made in Germany” zum Einsatz, welche den hohen professionellen Ansprüchen der Profis genügen.

Auch bei den Patienten kommt die Therapie aus drei Gründen sehr gut an:

  • einfache Handhabung (nach Einweisung auch Heimtherapie möglich)
  • schnelle Anwendung (10 Minuten pro Tag reichen)
  • günstige Gesamtkosten (1x Anschaffung + minimale Betriebskosten)

Für alle überzeugend ist jedoch die Effizienz: Die Wirkung setzt meistens schon nach einer 10-maligen Anwendung ein. Die Erfolgschancen der Iontophorese bei übermäßigem Schwitzen liegen bei knapp über 98 %. Diese hohe Erfolgsquote hängt allerdings von der richtigen Geräteauswahl (sehr wichtig) und Therapiebegleitung ab. Vom Prinzip her ist die Iontophorese einfach und bequem zu Hause durchführbar. Um einen dauerhaften und optimalen Erfolg der Therapie zu sichern, ist eine professionelle Begleitung zu empfehlen. Auf jeden Fall sollte ein Fachmann (sprich: der Hautarzt) individuell passende Geräte verschreiben.

Empfehlung: Kaufen Sie Iontophorese-Geräte nur beim Spezialisten. Wir empfehlen www.iontophorese.de als seriöse Bezugsquelle mit professioneller Fachberatung.

Wie funktioniert Iontophorese?

Bei der Erkrankung Hyperhidrosis handelt es sich vermutlich um eine vegetative Fehlsteuerung, die zu übermäßigem Schwitzen führt. Neben den physischen, äußerlich sichtbaren Symptomen (Schweißflecken, durchgeschwitzte Kleidung, “Salzränder”, Schweißgeruch, feuchte klamme Hände etc.) hat der Betroffene besonders unter der psychischen Belastung zu leiden. Schnell kann ein vermeindlich harmloses “Schweißproblem” in Selbstzweifel, Depression und soziale Isolation führen.

Oftmals liegen die Probleme auf psycho-sozialer oder hormoneller Ebene, deshalb kann eine Behandlung mit der Leitungswasser-Iontophorese nur symptomatisch sein, d. h. die tieferen Ursachen können nicht geändert werden. Es empfiehlt sich demnach mit ärztlicher Hilfe eine professionelle Ursachenforschung anzustreben. Allerdings sind die langjährigen Erfahrungen mit diesem Verfahren, besonders bei jugendlichen Patienten, sehr positiv. Erste Erfolge, welche meist schon nach nur 10 Sitzungen “sichtbar” sind (deutlich weniger Schweißbildung), empfindet der Betroffene als äußerst befreiend. Dies hilft auch die psychischen Barrieren zu bekämpfen, welche oft durch jahrelanges Schwitzen innerlich aufgebaut wurden.

Bei der Leitungswasser-Iontophorese kommt ein galvanischer Strom (Gleichstrom) zur Anwendung – deshalb auch der Begriff Elektrogalvanisches Bad.

Die Eigenschaft des galvanischen Stromes ist, dass er nur in eine Richtung fließt, d.h. die Fließrichtung der Ionen ist im Wasserbad fest definiert, und zwar von einer Elektrode zur anderen. Dabei richten sich die im Wasser befindlichen Ionen (positiv oder negativ geladene Atome bzw. Moleküle) nach der gegensätzlichen Polung der Elektroden aus. Das bedeutet, die negativen Anionen im Wasser wandern zur Anode (“Pluspol”) und die positiven Kationen wandern zum Kathode (“Minuspol”).

Während des Galvanobades werden die im Wasser gelösten Ionen, z.B. Ca+ (Calcium), Mg+ (Magnesium), Na+ (Natrium), Cl- (Chlor) usw. einfacher und schneller durch die Haut absorbiert. Dort nehmen sie Einfluss auf die Membranpotenziale der Hautzellen. In den Zellen herrschen unterschiedliche Ladungszustände, dabei ist die Zellmembran an ihrer Aussenseite positiv und an der Innenseite negativ geladen. Durch die Änderung der Ladung werden entsprechende biochemische Aktionen in der Zelle gesteuert, in Bezug auf die Hyperhidrosis sind dies Veränderungen, die sich auf das Krankheitsbild bessernd auswirken. Der galvanische Strom wirkt desensibilisierend und hat damit auf die überreizten Schweißdrüsen einen harmonisierenden Einfluss. Die exakte Wirkweise in all ihren Details ist bis heute Bestandteil wissenschaftlicher Forschungen. Die Zell- und Nervenforschung steckt hier noch in den Kinderschuhen. Ebenso sind die genauen Ursachen der Krankheit Hyperhidrosis de fakto medizinisch kaum geklärt.

Fest steht jedoch schon heute, dass die Iontophorese eine nachweislich erfolgreiche und ungefährliche Therapie gegen krankhaftes Schwitzen darstellt.

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