Das übermäßige, krankhafte Schwitzen der Hände, inbesonders der Handinnenflächen, bezeichnet der Mediziner als Hyperhidrosis palmaris (auch Hyperhidrosis manuum). Bei dieser Erkrankung treten zum Teil solch große Schweißmengen auf, dass der Schweiß richtiggehend abtropft. Ferner sind Finger, Handballen und Innenflächen vom permanenten Schwitzen völlig durchfeuchtet und klamm. Oft sehen sie dunkelblau-rot verfärbt aus (Durchblutung) und fühlen sich dabei regelrecht wie ein Schwamm an. Es ist verständlich, dass Betroffene unter dieser Form der Hyperhidrose psychisch besonders stark leiden, auch weil sich die “peinlichen Schweißhände” nicht durch Kleidung vor anderen verbergen lassen. Die soziale Isolation beginnt mit dem Wunsch, anderen Menschen möglichst nicht die Hand schütteln zu müssen, oft führt der permanente Leidensdruck später zu psychischen Komplexen, Hemmungen und Depressionen. Besonders bei Jugendlichen in der Pubertät (gesellschaftliche Prägephase) ist rasches Handeln erforderlich, damit die Erkrankung nicht zu Verhaltensstörungen führt. Da schwitzige Hände größtenteils vegetativ (nervlich) gesteuert sind, zum Beispiel bei Aufregung, Scham oder Angst, ist neben den konservativen Methoden auch eine psychische Therapie empfehlenswert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die “Angst vor dem Schwitzen” das tatsächliche Schweißproblem massiv verstärkt. Ein Teufelskreis, aus dem Betroffene möglichst bald durch Linderung der Symptome ausbrechen sollten.
Empfehlung: Sollten Sie selbst unter dieser – oft unbekannten – Krankheit leiden, können Sie sich im Forum hyperhidrosehilfe.de mit anderen Betroffenen austauschen, um mehr über das Thema Hyperhidrose zu erfahren.